Abt von Solesmes schlägt Änderungen am römischen Ritus vor, die dem Novus Ordo ähneln
Abt Geoffroy Kemlin von der Abtei Saint-Pierre, Solesmes, Frankreich, hat vorgeschlagen, die alte lateinische Messe in das aktuelle Römische Messbuch einzufügen und damit ein Messbuch mit zwei Formen zu schaffen. Der Novus Ordo sollte unverändert bleiben.
Er hat seinen Vorschlag in einem Brief an Leo XIV. am 12. November 2025 übermittelt.
Abt Kemlin formuliert dies ausdrücklich als Antwort auf den weltweiten liturgischen Streit (einschließlich Frankreich, Vereinigte Staaten, England, Deutschland) und als Versuch, die Einheit der Kirche wiederherzustellen.
Er räumt ein, dass die beiden Formen unterschiedliche "Anthropologien" und Gebetsweisen widerspiegeln und es unwahrscheinlich ist, dass Katholiken, die dem alten Ritus anhängen, den neuen annehmen werden.
Sein Vorschlag spricht von "minimalen" Überarbeitungen der alten lateinischen Messe. Seine Änderungen wären jedoch weitreichend: Zulassung der Volkssprache, Verwendung eines neuen Lektionars, mögliche Konzelebration, Integration in …Mehr
Pontius Pilatus ließ den Juden wenigstens die Wahl zwischen Jesus und Barabbas, dieser Herr will uns zur Annahme des Barabbas zwingen, wenn wir nach Jesus und der wahren Vergegenwärtigung seines Erlösungsopfers verlangen. Das Kainsopfer des NOM kann er auf den Altären die Barabbas geweiht sind darbringen, WIR WOLLEN ES NICHT!
Das von Christus instituierte 2000 Jahre alte Hl Messopfer ist ewig, wie Gott. Die katholische Tradition macht bei "Änderungen" nicht mit! Die Bulle "Quo primum" des hl. Papstes Pius V. von 1570 schreibt ihre Feier "für ewige Zeiten" vor.
die Änderung der Karwochenliturgie geht vor allem auf Kosten von Kardinal Bea: Kardinal Bea als Architekt der Karwochenreform (1955)
Einflussreiche Stellung: Als langjähriger Beichtvater von Papst Pius XII. genoss Kardinal Augustin Bea ein außergewöhnliches Vertrauensverhältnis zum Papst und war dessen engster Berater in wissenschaftlichen und liturgischen Fragen.
Theoretischer Kopf: Während Pius XII. die oberste Autorität innehatte, gilt Bea als die eigentliche treibende Kraft hinter der Kommission zur Liturgiereform. Er bereitete die Neuordnung der Karwoche (u.a. die Verlegung der Feiern in die Abendstunden) maßgeblich vor.
„Modernisierung durch Tradition“: Bea nutzte seine Expertise als Exeget, um Reformen nicht als Bruch, sondern als „Rückkehr zu den Quellen“ (Ressourcement) zu begründen. Dies ermöglichte es dem eher konservativen Papst, tiefgreifende Änderungen an der jahrhundertealten Liturgie zu legitimieren.
Wegbereiter: Durch seine Arbeit unter Pius XII. legte Bea das Fundament für die radikaleren Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils, insbesondere im Hinblick auf das christlich-jüdische Verhältnis (Streichung antijudaistischer Gebetsformeln).
Quelle : copiert von KI
Die frage kann ich eigentlich nicht beantworten. Ich könnte mir denken, daß heutzutage viele Priester es nicht mehr schaffen (aus Überlastungsgründen), die alte Liturgie zu feiern. Das ist aber kein wahres Argument. Alte oder kranke Priester bekämen da immer eine Lösung durch Ihren Bischof. Ich lehne die Änderung insofern ab, als Kard. Bea modernistische Züge hatte, und daher wohl entsprechende Absichten hatte. aber diese Frage sollte lieber z.B. Kard. May beantworten.
Also: Bea war eigentlich ein durchaus konservativer Mensch, vor allem in der Exegese. Ich halte es für unwahrscheinlich, daß er "modernistische" Züge hatte.
Sicherlich hat er durch die atl. Exegese eine Affinität zum Judentum bekommen. Aber diese hatten viele Kardinäle damals; sogar der stockkonservative von Faulhaber.
@Bethlehem 2014 : Vielleicht treffen wir uns auf der Mitte :
Ob Kardinal Augustin Bea als „Modernist“ bezeichnet werden kann, hängt stark von der Perspektive ab: In der akademischen Theologie gilt er als Pionier der Ökumene und Reformer, während er in streng traditionalistischen Kreisen oft scharf als Wegbereiter modernistischer Irrtümer kritisiert wird.
Vatican News +3
Hier sind die wichtigsten Einordnungen zu seiner Rolle:
Pionier der Ökumene und des Dialogs: Bea war eine der prägendsten Figuren des Zweiten Vatikanischen Konzils. Er leitete das Sekretariat für die Einheit der Christen und war maßgeblich an der Erklärung Nostra Aetate beteiligt, die das Verhältnis der katholischen Kirche zum Judentum und anderen Religionen grundlegend neu ordnete.
Wissenschaftlicher Reformer: Als renommierter Bibelwissenschaftler an der Päpstlichen Universität Gregoriana setzte er sich für moderne Methoden der Exegese ein. Damit brach er mit einer rein statischen, antimodernistischen Sicht auf die Heilige Schrift, die zu seiner Zeit noch weit verbreitet war.
Kritik von Traditionalisten: Für Gruppen wie die Priesterbruderschaft St. Pius X. gilt Bea als einer der Hauptverantwortlichen für eine Abkehr von der kirchlichen Tradition. Kritiker werfen ihm vor, durch seinen Einsatz für Religionsfreiheit und Ökumene fundamentale Dogmen relativiert zu haben – Vorwürfe, die oft unter dem Schlagwort „Modernismus“ zusammengefasst werden.
Vertrauensmann der Päpste: Trotz dieser Vorwürfe genoss er das volle Vertrauen konservativer wie progressiver Päpste. Er war der persönliche Beichtvater von Pius XII., der den Modernismus eigentlich streng ablehnte, und gleichzeitig ein enger Berater von Johannes XXIII., der das Konzil einberuf.
Jesuiten in Zentraleuropa +7
Fazit: Augustin Bea war kein „Modernist“ im Sinne der von Pius X. verurteilten Häresie, aber er war zweifellos ein Modernisierer, der die Kirche für den Dialog mit der modernen Welt und anderen Konfessionen öffnete.
Jesuiten in Zentraleuropa +2
@Eugenia-Sarto Sie sagen mir damit nichts neues, aber Bea "beschränkte" sich in seinem Modernismus (wohlbemerkt: späterer Jahre) wesentlich auf Ökumene bzw. interreligiösen Dialog. Aufgrund seiner Bibelstudien hatte er häufiger mit Protestanten und Juden zu tun und stellte dabei fest, daß es auch bei denen ernsthaft religiöse Menschen gibt.
Seine bis heute häufig verkannte Psalmenübersetzung, die er im Auftrag Pius' XII. anfertigen durfte (zweifellos nicht allein), atmet ganz den Geist katholischer, konservativer Exegese. Pius XII. hatte ihn nicht umsonst zu seinem Beichtvater gewählt.
Daß er auf dem letzten Konzil eine sehr unrühmliche Rolle spielte, sollte jedem klar sein, der sich mit der Materie beschäftigt hat.
Ist es gut, dass Pius XII. die Osternachtliturgie vom Morgen des Karsamstags auf den späten Abend,des Karsamstags, alternativ auf den frühen, noch dunklen Morgen des Ostersonntags (also in die Osternacht) verlegt und die 12 Lesungen der Osternachtliturgie auf 5 gekürzt hat? @Eugenia-Sarto @Bethlehem 2014
@Klaus Elmar Müller Pius XII. reduzierte die "zwölf Prophetien" der Osternacht auf vier (!) Lesungen.
Die vier Lesungen der unter Pius XII. reformierten Liturgie sind die vier Lesungen, die jahrhundertelang zuvor auch in der Römischen Liturgie verwendet wurden. Erst im Hochmittelalter erhöhte man die Zahl auf zwölf. Die "deutschen" Missalien der Diözesen Köln, Trier, Münster, Paderborn, Osnabrück usw., die bis tief ins 19. Jh. benutzt wurden, haben alle nur vier Lesungen in der Osternacht.
Die Zeiten der Liturgien auf abends (Gründonnerstag), nachmittags (Karfreitag) und nachts (Karsamstag) zurückzuverlegen, war ein durchaus schwerwiegender Eingriff, da man eine mehr als tausendjährige Tradition änderte. Dennoch scheint mir dies gerechtfertigt, da es eigentlich keine liturgische Änderung war, sondern eine moraltheologische bzw. kirchenrechtliche: das alte Gebot der eucharistischen Nüchternheit ab Mitternacht war ja zuvor schon aufgehoben worden und durch die 3-Stunden-Regelung ersetzt. -
Wäre es bei diesen beiden Änderungen geblieben (Verkürzung auf vier Lesungen, Änderung der Gottesdienstzeiten), könnte man wohl nichts gegen die Karwochenreform einwenden. Leider aber nutzten moderne Kräfte damals schon die Gelegenheit, weitere Schritte zu unternehmen, die durchaus nicht nötig gewesen wären und die dann Sprungbrettfunktion für die Reformen der 1960er Jahre hatten.
Meines Erachtens gehörte da einiges wieder zur älteren Form zurückgeführt. Da ist schon vieles an Feierlichkeit und Symbolkraft verlorengegangen, was wiederhergestellt werden sollte.
Die Reformen Pius' XII. lassen jedoch nichts Substanzielles aus und haben auch nichts Unkatholisches eingeführt. Bei der Reform Pauls VI. sieht das leider schon ganz anders aus. -
Auf diesem Forum wurde kürzlich behauptet, man habe unter Paul VI. die Karwoche kaum mehr verändert, weil man die Änderungen schon alle in den 1950er Jahren vollzogen hatte. Dem ist durchaus nicht zuzustimmen. Paul VI. hat auch in der Karliturgie noch massive und verheerende Änderungen vorgenommen.
@Bethlehem 2014 Herzlichen Dank für Ihre Informationen und Wertungen! Könnten Sie mir noch sagen, was Paul VI. an der Karliturgie verändert hat?
Er hat die Zahl der Lesungen in der Osternacht auf sieben (?) erhöht.
Er hat nahezu sämtliche Texte verändert: Orationen, das Exsultet wurde völlig neu formuliert, sämtliche Personifizierungen wurden ausgemerzt; die Wasserweihe wurde völlig neu getextet, die Allerheiligenlitanei wurde neugestaltet und massiv gekürzt.
Der äußere Aufbau ist geblieben, die Substanz aber absolut verändert. Dabei gehörte manches, vor allem das Exsultet, zu den uralten und äußerst poetischen Texten Römischer Liturgie.
Ähnlich die Änderungen am Karfreitag: die Fürbitten wurden absolut neu formuliert und inhaltlich "auf Ökumene" getrimmt. Die Fürbitte für die Bekehrung der Juden ist - leider - eigentlich für einen Katholiken nicht mehr betbar.
@Bethlehem 2014 Vielen herzlichen Dank für diese Erklärungen! Hinzu kommen dann noch willkürliche Änderungen, zu denen die Landessprache den Zelebranten verleiten kann. So wurde in einer Novus-Ordo-Osternacht meiner Heimatpfarrei vor Jahren das Abschwören an Satan ausgemerzt. "Widersagt ihr allem, was euch schadet?"-"Wir widersagen."
Da mache ich nicht mit. Der alte Ritus ist in meinem Blut und kann nicht in seiner Substanz verändert werden. Keine Volkssprache, keine Konzelebration, keine Mädchen am Altar, keine Handkommunion. Dieser Ritus ist uns von Gott geschenkt.
Glaubt der Abt von Solesmes wirklich, mit seinem "Vorschlag" eines "doppelten Meßbuchs" mit NOM und TLM die Bulle "Quo primum " des hl. Papstes Pius V. von 1570 beseitigen zu können? Im übrigen wäre das nur die Vorstufe einer längst geplanten "Mischmesse", die von den Neurituellen mit ihren zig Varianten nicht befolgt würde und von den Altrituellen außer den ehem. Ecclesia-Dei-Gemeinschaften (vor allem FSSP und ICRSS) nur von einer Minderheit der FSSPX akzeptiert würde ("Außenseiter" nicht gerechnet). Das liturgische Chaos würde nur vergrößert werden statt Einheit in der Wahrheit zu schaffen!
schreckliche Vorstellung. Das wird jedenfalls kein wirklich treuer Anhänger der Tradition mitmachen.
m Livestream vom 13. März saß Kavanagh offenbar wieder am berühmten, von Elton John gestifteten Klavier im Bahnhof St. Pancras, als er mit einem protestantischen Rentner ins Gespräch kam. Der ältere Herr empfahl dem Pianisten eine Kirche in Cambridge, in der die Tridentinische Messe gefeiert werde. Er fügte jedoch sofort hinzu: „Das ist wahrscheinlich nicht genau das, was du suchst.“ Kavanagh reagierte geradezu enthusiastisch. Er erklärte, die Lateinische Messe erlebe derzeit in London eine richtige Auferstehung. Es gebe inzwischen etliche Kirchen, in denen man den alten Ritus ohne großen Aufwand und vor allem ohne lange Anfahrten miterleben könne. Die Hauptstadt biete inzwischen eine lebendige Szene für Liebhaber der alten Liturgie – ein Kontrast zu den Jahren, in denen man dafür oft weite Wege in Kauf nehmen musste. Der ‚ökumenische Händedruck“ des katholischen …
Wir müssen demütig sein vor der heiligen Liturgie, wie sie uns durch die Tradition der Kirche überliefert worden ist. Die geistigen Früchte lassen sich nicht dauerhaft und vor allem im ursprünglichen und überlieferten Sinn bewahren, wenn man um den Ursprung irgendwann nicht mehr weiß!
Die Bulle "Quo primum" des hl. Papstes Pius V. von 1570 schreibt ihre Feier "für ewige Zeiten" vor.
Diese alte Lateinische Heilige Messe kann nicht geändert werden, zumindest nicht in ihrer Grundstriktur. Das hat aber der Abt von Solesmes vor. Dadurch würde diese Hl. Messe ungültig, den Herrn Abt kann man nur noch als abtrünnig bezeichnen.
Man kann am Römischen Ritus keine Änderungen vornehmen, das ist die Messe aller Zeiten, genauso päpstlich approbiert von P.Pius V.
@Theresia Katharina Seit Pius V. wurden in allen Jahrhunderten Änderungen am Römischen Ritus vorgenommen. Das ist ganz normal und durch und durch katholisch.
Man kann die Liturgie doch nicht einfrieren und dann bei Bedarf einfach auftauen...
@Die Bärin Mir geht es darum, zu zeigen, daß der Römische Ritus immer "in Bewegung" war. Und man ihn dennoch "bewahrt" hat. Zumindest bis 1962.
Der alte Ritus wurde immer auf Latein zelebriert und nie in der Volkssprache und auch nicht in Konzelebration!! Dadurch gehen viele Hl. Messen verloren!!
Sagen Sie das Pius XII., der die Liturgie der Karwoche völlig verändert hat.
Ist der nun auch ein Modernist?
Kehrt um ihr vom Glauben abgefallenen Priester-kehrt um zum HEILIGSTEN HERZEN JESU in der TRADITION DER HEILIGEN KATHOLISCHEN KIRCHE - IHR TRAGT GROSSE SCHULD AN DER ERRICHTUNG DER AFTERKIRCHE! KÖNNT IHR DAS VOR GOTT VERANTWORTEN?
Wundert mich für einen (konservativen?) Benediktiner.
Habe kürzlich gehört, Kardinal Benno Gut OSB habe zu Paul VI. gemeint, die neue Liturgie sei der Tod des abendländichen Mönchtums.
Das war hauptsächlich das werk von Kardinal Bea, die Liturgie der Karwoche zu verändern.
Meines Wissens war Bea hauptsächlich daran interessiert, daß die judenfeindliche Unterlassung der Kniebeuge bei den Karfreitagsfürbitten für die Bekehrung der Juden endlich gestrichen wurde.
Die Gottesdienstzeiten zu ändern, war eigentlich nur eine Frage der Zeit, vielleicht sogar ein Gebot der Stunde - nachdem das eucharistische Fasten auf drei Stunden beschränkt worden war und Abendmessen längst üblich waren.
Das 2000 Jahre alte Hl Messopfer Christi (bzw. der katholische überlieferte apostolische Glaube) wird sich absolut nicht ändern (weil Gott sich nicht ändert), weil es traditionelle Jesus-treue Priester gibt, die dieses INTAKT weiter lesen werden, aus Gehorsam zu Jesus Christus. Deo Gratias!
Gut gemeint, könnte Leo XIV. eine massive Sorge verdeutlichen, aber ist dann doch lächerlicher Krampf.
Tatsächlich könnte man am "alten" Missale einiges ändern. Es sollten allerdings wirkliche Verbesserungen sein, keine deutlichen Verschlechterungen.
Wer die wollte, der könnte doch gleich zur neuen Messe gehen.
Dies ist jedoch kein Aufruf, dies zu tun, lediglich eine nüchterne Feststellung.
Mit den kleinen Änderungen fing das große Unheil an. Bitte nicht nochmal die Pfuschhandwerker an das 2000jährig Gewachsene heranlassen!
Nö - Pfuschhandwerker dürfen da nie wieder ran! Das müßten schon Priester sein, die tief aus der überlieferten Liturgie leben: ausschließlich!
Und: das müßte dann schon in Richtung "noch mehr Feierlichkeit" gehen, keineswegs Richtung "Vereinfachung".
Die alte Messe ist feierlich. das genügt vollkommen. In den Momenten der stille haben wir alle Möglichkeiten, uns mit Gott zu vereinen. Bloß nicht wieder irgendwelche Änderungen.
@Eugenia-Sarto Wenn schon gilt "de beata numquam satis" - dann gilt Entsprechendes doch wohl unbezweifelt umso mehr für die Ehre Gottes, sprich: die Liturgie. Da laß ich mich von niemand ins Bockshorn jagen!
"Feierlich genug" - das gibt es auf katholisch einfach nicht!