Der herz- und wundenlose barmherzige Jesus. Heute wird er meist mit Wunden gemalt, manchmal sogar mit Herz. Im Original aber fehlt beides, stattdessen öffnet er eine Art Zauberfenster seines Nachthemds, aus dem dann die polnischen Nationalfarben, rot und weiß, strömen. In dieser angeblichen Jesus-Erscheinung versprach der barmherzige Jesus jedem, der am Weißen Sonntag beichtet, einen vollkommenen Ablass. Man erhalte da die Taufunschuld zurück. Das galt schon lange, bevor Papst Johannes Paul II. den Ablass gewährt hat. Jetzt gibt es diesen Ablass etwa für ein einziges Anrufen der göttlichen Barmherzigkeit, etwa: "Mein Jesus Barmherzigkeit", am Weißen Sonntag, der nun auch Barmherzigkeitssonntag heißt. Aber - und das ist das Entscheidende - natürlich nur unter den gewöhnlichen Bedingungen, wozu neben Beichte, Kommunion, Gebet nach Meinung des Heiligen Vaters, Vaterunser und Glaubensbekenntnis eben auch die völlige Freiheit von jeglicher Anhänglichkeit zur Sünde gehört. Das aber sei vom barmherzigen Jesus nicht gefordert. Ein Priester teilte mir das allen Ernstes so mit. Beichten, und die Taufunschuld sei zurück. Die Wahrheit aber ist, dass die Losgelöstheit von jeglicher Anhänglichkeit zur Sünde die allerwenigsten erreichen. Der heilige Philipp Neri hat mal bei der Erteiljung des vollkommenen Ablasses, ich glaube durch den Segen des Papstes, gesehen, dass auf dem ganzen Petersplatz ihn nur drei erhalten haben, nämlich der Papst selbst - es war der heilige Pius V. -, eine einzige Frau und er selbst. Aber nein, diese Erscheinung des angeblichen barmherzigen Jesus, von Pius XII. übrigens verworfen und von Johannes Paul II. immerhin nicht offiziell gutgeheißen, diese Erscheinung verspräche nun den vollkommenen Ablass, die Taufunschuld, ohne jegliche Vorbedingungen. So blendet man die Menschen.
Wie bei der Obermauerbacher Fake-Erscheinung, wo der Glanz neben den Händen der Gottesmutter auch deren Amtsinsignien, nämlich ihre Füße, mit denen (oder einem davon) sie dem Satan das Haupt zertreten wird, überblendet, so überblendet hier der Ausgangspunkt des Blut- und des Wasser-Strahls das Wesentliche des Barmherzigen Jesus, nämlich sein Herz (siehe obiges Bild links oder das große Bild im nächsten Abschnitt). Ein Barmherziger Jesus ohne Herz. Das muss einen doch hellhörig machen! Die Forderung, dem Jesus-Bild ein Herz hinzuzufügen, soll es römischerseits schon vor dem Tod der Faustina gegeben haben. Darauf aber soll der "Jesus" der Faustina mit einem deutlichen "Nein!" reagiert haben. Ob diese persönliche Information aber stimmt, ist unklar. Pius XII. Das Bild (das volle Bild mit den Strahlen, nicht das Brustbild) wurde vom zuständigen polnischen Bischof verurteilt, wie alles um Faustina herum. Und Papst Pius XII. sah in der Verbreitung dieses Bildes die Gefahr der Verdrängung …
@Aquila: Mit dem "barmherzigen Jesus" ohne Wunden, und da sind einfach keine da, wird den Menschen Schaum um das Maul geschmiert. Beichten am Weißen Sonntag, und man erhalte die Taufunschuld zurück. Jeder laxe Priester sprach bereits ohne diesen Fake-Jesus von "Gott ist ja barmherzig", implizierend: "Bleibt so, wie ihr seid!" Einen vollkommenen Ablass gibt es stets nur bei völliger Abkehr von der Sünde; das ist so, und das wird immer so bleiben. Pius XII. hat doch nicht umsonst diesen Schwachsinn der polnischen Möchtegern-Exorzistin verboten. Nur Priester dürfen Satan direkt ansprechen. Heiligsprechungen von Johannes Paul II. dürften wohl nicht unfehlbar sein; aber schuld an ihren Phantasien ist ja ihr Seelenführer, der ihr geboten hat, ihr Teufelszeug aufzuschreiben. Jemand hier auf gloria.tv weiß es von der oberbayerischen Schwester Paschalina persönlich, dass Pius XII. das fehlende Herz bemängelt hat. Wenn Sie's nicht bemängeln, ist das Ihre Sache, aber der noch katholische Papst hat dies eben getan. Und dann, wissen Sie, dieses ins Nachthemd eingebaute Zauberfensterchen, damit es spannend wirkt. Kommt trotzdem kein Herz raus, auch nicht Blut und Wasser, sondern strahlende Polen-Farben. Und dann die Korrektur der unkorrigierbaren deutschen Nationalhymne im Barmherzigkeits-Rosenkranz: Nicht Deutschland sei über alles geliebt, sondern Gott Sohn, also auch mehr geliebt als der Heilige Geist. Unkorrigierbar, weil die deutsche Nationalhymnis von Haus aus ohne Gott und als Sauflied geplant war.
Zum ursprünglichen Bild: Es zeigt den Auferstandenen. Er hat sehr wohl die Wundmale noch an den Händen und breitet seine Hände aus. Aus seinem Herzen kommen zwei Strahlenbündel, wie Ströme der Barmherzigkeit. Das Herz, das sich ja im Inneren der Person befindet, muss ja nicht immer direkt dargestellt werden. Warum versuchen manche immer wieder, die Erscheinungen des Barmherzigen Heilandes und Seine Botschaften sowie auch die Heiligsprechung von Johannes Paul II. anzuzweifeln?
@Vered Lavan Vielen Dank für den Hinweis. Ich zitiere im Folgenden ein paar Stellen aus Ihrem Verweis Faustinas Barmherziger Jesus von der Kirche verurteilt "Schon Papst Pius XII. hat das Tagebuch von Sr. Faustina auf den Index der verbotenen Bücher setzen lassen. Das heißt, dass Papst Pius XII. sich sorgte, dass die Schriften Sr. Faustinas schädlich für den Glauben und die Gläubigen sind. . . . 3. Es ist verboten die Schriften, die diese Andacht in der von Sr. Faustina enthalten Form und mit dem dafür typischen Bild zu verbreiten."
Bei den Küken wird natürlich mein Kommentar, der auf Wunden- und Herzlosigkeit und auf das Zauberfenster verweist, gelöscht, hier. Aus diesem Zauberfenster strömen die polnischen Nationalfarben, rot und weiß. Normalerweise deutet man Wasser mit der Farbe Blau an.