Mega-Studie zu AfD-Wählern: bürgerlich, gut gebildet, migrationskritisch
Eine neue Langzeitstudie mit Daten von fast 32.000 Menschen stellt eine der gängigsten Erklärungen für den Aufstieg der AfD infrage. Nicht geringes Einkommen, schlechte Bildung oder die Angst vor dem sozialen Abstieg sind ausschlaggebend. Der mit Abstand stärkste Zusammenhang besteht mit der Sorge über Migration.
Seit dem Aufstieg der AfD hält sich eine Erklärung besonders hartnäckig. Ihre Wähler seien vor allem die „Abgehängten“ der Gesellschaft: Menschen mit niedrigem Einkommen und geringer Bildung, Arbeiter, Arbeitslose oder Bürger, die mit den Veränderungen einer modernen Gesellschaft wirtschaftlich nicht mehr Schritt halten könnten. Die AfD erscheint in diesem Erklärungsmodell vor allem als Sammelbecken der Modernisierungsverlierer.
Eine neue Untersuchung stellt dieses Bild grundlegend infrage. Die Soziologen Martin Schröder, Moritz Rehm und Anja Röcke von der Universität des Saarlandes haben Daten des Sozio-…
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