UKRAINE-KRIEG: Zum Abschuss freigegeben! Putins gnadenlose Jagd auf die westlichen Waffensysteme
UKRAINE-KRIEG: Zum Abschuss freigegeben! Putins gnadenlose Jagd auf die westlichen Waffensysteme
In diesem Frühjahr will die Ukraine die russischen Invasionstruppen erklärtermaßen so weit wie möglich zurückdrängen. Die seit langem erwartete Frühjahrsoffensive hat Präsident Wolodymyr Selenskyj gerade mit seiner Europareise weiter vorbereitet. Bis auf westliche Kampfjets, die ganz oben auf seiner Wunschliste für militärische Ausrüstung standen, hat er in Italien, Deutschland, Frankreich und Großbritannien so ziemlich alle Wünsche erfüllt bekommen. Und darüber hinaus das Versprechen einer langfristigen Unterstützung der Ukraine in ihrem Verteidigungskrieg gegen Russland.
«Sie müssen zeigen, dass sie diesen Konflikt langfristig angehen und dass sie in der Lage sind, diese Bemühungen aufrechtzuerhalten», sagt der Leiter des britischen Sicherheitsberatungsunternehmens Sibylline, Justin Crump. «Es wird nicht mit einem Schlag vorbei sein», fügt der ehemalige Panzerkommandant hinzu.
Selenskyjs energische internationale Diplomatie hat über die 15 Monate seit dem russischen Angriff im Februar 2022 westliche Partner dazu gebracht, immer stärkere Waffensysteme zu liefen - von den deutschen Leopard-Panzern bis zum amerikanischen Luftabwehrsystem Patriot und britischen Storm-Shadow-Marschflugkörpern. Dass er jetzt persönlich auf einer Auslandsreise weitere Unterstützung erbat und erhielt, zeigt nach Einschätzung des Sicherheitsexperten der Universität Bath, Patrick Bury, Selenskyjs Bestreben, vor der Gegenoffensive alles militärisch und politisch auf die Reihe zu bringen.
Denn sollte die Offensive nicht «gut laufen, könnte die (internationale) Unterstützung nachlassen und mehr Druck entstehen, zu verhandeln», erklärt Bury. «Ich denke, er versucht einfach, so lange wie möglich so viel Unterstützung wie möglich aus dem Westen zu erhalten.»
In der Begründung zur Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen wurde das so auf den Punkt gebracht: «Wolodymyr Selenskyj ist in diesem Verteidigungskrieg nicht nur der Präsident seines Volkes und der Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee, er ist auch Motivator, Kommunikator, der Motor und die Klammer zwischen der Ukraine und der großen Phalanx der Unterstützer.»
Am Montag versprach Großbritannien Hunderte weitere Luftabwehrraketen sowie Angriffsdrohnen mit einer Reichweite von mehr als 200 Kilometern. Frankreich sagte am Sonntag Dutzende leichte Panzer und Panzerfahrzeuge und nicht näher bezeichnete Luftabwehrsysteme zu. Und Deutschland, wo sich Bundeskanzler Olaf Scholz zunächst gegen Waffenlieferungen sträubte und so den Unmut Kiews zuzog, ist inzwischen einer der größten Lieferanten von Militärausrüstung. Selenskyj erhielt Zusagen über weitere Militärhilfe im Umfang von 2,7 Milliarden Euro.
Allein bei seinem Wunsch nach einer «Kampfjet-Koalition» kam Selenskyj nicht weiter. Die Nato ist in Sorge, dies würde ihre Rolle in dem Krieg erhöhen. Und die USA haben die Lieferung von F-16-Jets bisher abgelehnt.
«Wir wollen eine Jet-Koalition bilden und ich stehe dazu sehr positiv», sagte Selenskyj nach einem Treffen mit dem britischen Premierminister Rishi Sunak. «Wir müssen noch ein bisschen daran arbeiten.» Sunak sagte, London wolle die Ukraine beim Erwerb moderner Kampfflugzeuge unterstützen, «aber das ist keine einfache Sache». Großbritannien selbst hat keine F-16, will ukrainischen Piloten aber eine Grundausbildung auf Kampfjets westlichen Standards geben.
Der pensionierte französische Vizeadmiral Michel Olhagaray sagte, die ukrainischen Streitkräfte könnten mit der Ausrüstung, die sie bereits haben, durchaus eine Offensive beginnen. «Aber das ist auf lange Sicht nicht genug. Und sie brauchen die lange Perspektive, um die Russen zu knacken.»
Selenskyjs Europareise begann am Samstag in Rom, wo er Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und Papst Franziskus traf. Meloni sagte der Ukraine alles zu, was sie brauche, um den Krieg zu gewinnen. Jeder Kompromiss, einen «ungerechten Frieden» zu akzeptieren, komme für die Ukraine und Italien nicht in Frage. «Wir können nicht etwas "Frieden" nennen, das einer Invasion ähneln könnte.»
#ukraine #russland #krieg #weltnachrichtensender
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Video 2023 erstellt
Ist ja logisch oder? Glaubt den Jemand ernsthaft Russland sieht zu wie der Westen Waffen liefert und tut nichts. soweit sie die in Erfahrung bringen können.wie ich die Ukraine kenne traue ich es denen zu das sie gelieferte Waffen in Wohngebieten verstecken um den Russen wieder den Angriff auf Zivilisten unterjubeln zu können.
Übrigens: Die Ukraine beschiesst ständig und bewusst ummilitärische und zivile Ziele im Donbas. Unsere Westpropaganda berichtet das nicht. Kann man aber wissen wenn man sich jenseits des narratives informiert und wenn man geistig nicht völlig Aronisiert ist
Wir erfuhren und erfahren wenig über die Angriffe im Donbass, aber auch kaum darüber, dass ein Großteil der Waffen und Munition, die der Westen in die Ukraine geliefert hat, schon längst wieder kampfunfähig ist!