Libertas Ecclesiae
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Aquila

Bei internationalen Gebetsveranstaltungen den Rosenkranz auf Latein zu beten, das ist sicher eine gute Idee, a b e r :
Im Beitrag ist die Rede von der angeblichen „Minderwertigkeit des Novus Ordo”.
Die sog. „alte Messe” ist zweifellos gut und heilig, aber es ist dogmatisch falsch und pastoral sehr gefährlich (weil verunsichernd und spaltend), den Novus Ordo als schlecht, als minderwertig hinzustellen!
Ebenso gilt: Latein für die hl. Liturgie und für das gemeinsame Rosenkranzgebet ist schätzenswert, aber man darf andere Sprachen nicht abwerten!
Der Ausdruck „Balkanisierung der Kirche in Volkssprachen” ist eigentlich eine Beleidigung der Kroaten, Serben, Griechen, Albaner, Bulgaren usw.!
In diesem Zusammenhang ist auch auf die Ostkirchen hinzuweisen:
Papst Johannes VIII. erlaubte im Jahr 880 die slawische Sprache in der Liturgie für die Slawenapostel Kyrill und Method, was ein Meilenstein für die Inkulturation des Glaubens war und die Grundlage für die altkirchenslawische Liturgie schuf, obwohl es danach immer wieder Widerstände gab.
(Der lateinische Klerus in Westeuropa hatte nur Latein, Griechisch und Hebräisch als liturgische Sprachen akzeptiert und sah die slawische Liturgie als „barbarisch“ an.
Diese Haltung finden wir auch heute leider bei nicht wenigen Gläubigen vor.)
Papst Johannes VIII. erteilte die offizielle Erlaubnis, die slawische Sprache in der Liturgie zu verwenden.

Libertas Ecclesiae

Man sollte hier nicht jedes Wort und jede Formulierung auf die Goldwaage legen. Der Novus Ordo kann im Vergleich mit der sog. „alten Messe” durchaus mit einer gewissen Berechtigung als defizitär bezeichnet werden. Die pastoralliturgische Praxis geht zudem in den meisten Fällen in willkürlicher Weise weit über das hinaus, wass im Messbuch Pauls VI. vorgeschrieben ist. Das Zweite Vatikanische Konzil hat im übrigen keinen neuen Messordo beschlossen, sondern nur eine Durchsicht der bestehenden Riten. Auch sollte nach dem Willen der Konzilsväter grundsätzlich am Latein als Liturgiesprache festgehalten werden.

Franz Xaver

Sehr richtig, wer Augen und Kenntnis von Glauben und Tradition der Katholischen Kirche hat, kann die Defizite und glaubensleeren Veränderungen - auch baulich und liturgisch - augenscheinlich wahrnehmen.

Ad Orientem

sagt ausgerechnet der Vatican, also die Afterkirche